Zu Hause mit 3,7, 7,4, 11 oder 22 kW laden?
Eine sinnvolle Ladeleistung passend zu Auto und Hausanschluss wählen.
Drei Grenzen bestimmen die Leistung
Hausanschluss, Wallbox und AC-Bordlader begrenzen die Leistung; die kleinste Grenze gilt. Eine 22-kW-Wallbox lädt ein 11-kW-Auto nicht mit 22 kW. Anschluss oder Lastmanagement können die Leistung weiter reduzieren.
Was die üblichen Angaben bedeuten
Bei 230 V entsprechen einphasig 16 A etwa 3,7 kW und 32 A etwa 7,4 kW. Dreiphasig bei 400 V ergeben 16 A etwa 11 kW und 32 A etwa 22 kW. Vereinfachte symmetrische Nennwerte, keine Elektroplanung.
Mit Tagesenergie statt Werbeleistung rechnen
60 km täglich bei 20 kWh/100 km benötigen etwa 12 kWh Batterienachladung plus Verluste. Das schafft oft auch 3,7 kW über Nacht. Höhere Leistung hilft bei kurzer Standzeit, großen Strecken, kurzen Niedrigtarifzeiten oder mehreren Autos.
Das ganze Haus berücksichtigen
Die Hauptsicherung versorgt auch Herd, Warmwasser, Wärmepumpe und andere Lasten. Dynamisches Lastmanagement kann den Ladestrom bei hoher Hauslast senken. Messgerät, Wallbox und sichere Reaktion bei Kommunikationsausfall müssen zusammenpassen.
Ein beispielhafter Ladevorgang
Beispiel: 70 kWh Nutzkapazität × 60 % = 42 kWh. Bei konstanten 11 kW Eingang und 90 % Wirkungsgrad: 42 ÷ 11 ÷ 0,90 ≈ 4,24 Stunden. Tatsächliche Kapazität und phasenabhängige AC-Grenze separat prüfen.
Keine Kabel anhand eines Rechners auslegen
Schutz, Kabelquerschnitt, Länge, Verlegeart, Spannungsfall, Erdung und Fehlerstromschutz benötigen eine Vor-Ort-Prüfung. Ladestrom unter dem Sicherungswert allein beweist keine sichere oder regelkonforme Installation.
Eine sinnvolle Auswahl
AC-Grenze des Autos prüfen, Tagesenergie messen, freie Anschlussleistung bestimmen und Lastmanagement klären. Dann langsamste akzeptable Nachtladung mit technisch schnellster Variante vergleichen, um ungenutzte Leistung nicht zu bezahlen.
Quellen und Grenzen
EIA: Elektrizität messen · Schneider Electric: Scheinleistung. Quellen erklären Einheiten und Technik; hypothetische Beispiele nutzen das eigene Modell. Eigene Beobachtungen sind keine Labortests.
Mit eigenen Zahlen rechnen
Das Ladefenster und jede Phase prüfen
Hypothetisches Entscheidungsbeispiel. Genannte Gebühren und andere Anpassungen werden nicht automatisch im Formular ergänzt.
30 kWh Nachladung bei 90% Effizienz benötigen 33,33 kWh Eingang. In sechs Stunden ist eine mittlere Eingangsleistung von rund 5,56 kW nötig.
Die kleinste Grenze aus Fahrzeug, Wallbox, Anschluss und Lastmanagement bestimmt die Leistung. Einphasiges Laden kann eine Phase überlasten; Gesamt-kW allein reichen für die Auslegung nicht.